Weshalb Esel?

 

Trainingspartner-Esel

Der „sture Esel“ – diese wohl bekannteste Bezeichnung  verdankt  der Esel einer menschlichen Fehlinterpretation seiner größten Kompetenzen
Achtsamkeit, Eigenverantwortlichkeit und Gelassenheit.
Denn er verharrt, um zu prüfen, um eine Situation zu erfassen, achtsam wahrzunehmen und zu analysieren – wenn er verunsichert oder überfordert ist, etwas unbekannt oder unklar erscheint, wenn ihm Vertrauen oder Überzeugung fehlt.
Der Esel fordert uns durch sein Verhalten auf, neue Perspektiven einzunehmen, sich auf ihn und uns selbst einzulassen.

In der Begegnung mit Eseln zählen ausschließlich soziale Kompetenzen. Der Esel lässt sich nicht durch theoretisches Wissen oder sozialen Status beeindrucken, ist vorurteilsfrei und wertet nicht.

Der Esel ist auf ein Miteinander ausgerichtet und ordnet sich nicht unter. Er neugierig und kooperativ, aber er möchte überzeugt werden. Blind zu folgen liegt nicht in seiner Natur.
Er fordert Klarheit und Präsenz, orientiert sich an Selbstsicherheit und Respekt.
Esel leben im losen Herdenverband ohne strenge Hierarchie. Sie fällen Entscheidungen eigenverantwortlich, und vertrauen sich situativ einem selbstsicheren Tier an, wenn sie von dessen Kompetenz überzeugt sind.
Wird er überzeugt, so folgt er voll Vertrauen – aber nicht, ohne dieses immer wieder zu überprüfen.

Esel sind Individualisten, sie definieren ihre Stellung in der Gruppe laufend neu, zeigen Grenzen auf und fordern diese ein.
Auf Machtdemonstrationen und ungerichteten Druck reagieren sie mit Widerstand.

Esel senden und fordern klare Signale.

Zielsetzungen verfolgt der Esel konstruktiv mit, so seine Fähigkeiten und Signale Berücksichtigung finden. Der Esel fordert Achtsamkeit und bedingungslose Aufmerksamkeit – er lehrt uns, uns auf das Hier und Jetzt einzulassen.
Der Esel handelt ruhig, scheinbar bedacht, und lädt uns Menschen zur Entdeckung der Langsamkeit ein.